Afrika-Cup Wetten in Deutschland: Was 2026 auf dem Spiel steht und was nicht
Wer nach Afrika-Cup Wetten 2026 sucht, stößt zuerst auf ein begriffliches Problem: Eine Austragung des Turniers in diesem Jahr gibt es nicht. Der letzte Afrika-Cup lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste Auflage ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Wer 2026 wetten will, kann sich also nur auf den im Januar beendeten Wettbewerb berufen – oder vorausschauend auf den Kader, die Gruppen und die Form der nächsten Ausgabe schauen, sobald diese feststehen. Beides hat eigene Fallstricke: Nachspielzeiten, Elfmeterschießen, eine Sportwettensteuer von 5,3 % und in Deutschland nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen.

Dieser Leitfaden ordnet das Turnier und seinen Wettmarkt ein, erklärt die typischen Wettarten von der Siegerwette bis zum Torschützen, rechnet die Marge eines Buchmachers an einem Beispielmarkt vor und stellt zehn in Deutschland erlaubte Wettanbieter mit den Konditionen gegenüber, die ihre eigenen Geschäftsbedingungen ausweisen.
Datenstand: 19 Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Spielsucht vorbeugen: Budget, Limit, Sperre, Panikknopf
- Wettarten beim Afrika-Cup: Sieger, Gruppen, Torschützen, Ergebnis
- Das Turnier: Vom Kader bis zum Elfmeterschießen
- Anbieter im Vergleich: Zehn in Deutschland erlaubte Wettanbieter
- Rechtslage in Deutschland: Whitelist, Wettsteuer und was die Erlaubnis bedeutet
- Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten in Deutschland
Spielsucht vorbeugen: Budget, Limit, Sperre, Panikknopf
Ein Großturnier im Zwei-Jahres-Rhythmus versammelt Spiele über wenige Wochen. Genau diese Verdichtung macht es leicht, spontan mehr zu setzen, als man sich vorgenommen hat. Vier Hebel wirken direkt und sind in den Paragrafen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 verankert: ein festes Wochen- oder Monatsbudget, das monatliche Einzahlungslimit nach § 6c, die Spielersperre OASIS nach §§ 8, 8a und der Panikknopf nach § 6i Absatz 3.

Wer in Deutschland bei einem erlaubten Anbieter spielt, ist automatisch an die LUGAS-Limitdatei angeschlossen. Das bedeutet: Das Standardlimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt summiert über alle Anbieter, nicht pro Plattform. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen – ein eingebauter Kühlzeitraum, der kurzfristige Impulse ausbremst. Wer sich selbst aussperren will, kann das über OASIS tun: bei benannter Dauer mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr; die Sperre wird bei Anmeldung und Login abgefragt, läuft also auch, wenn man die App gerade nicht öffnet.
Der Panikknopf ist die kürzeste Stufe: ein Klick in der Spieleroberfläche löst eine 24-Stunden-Sperre aus, die nicht aufgehoben werden kann, bis sie abgelaufen ist. Er lässt sich nicht für „eine letzte Wette“ überstimmen. Hilfsangebote bieten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Suchtberatung der Länder; ihre Nummern finden sich auf jedem zugelassenen Anbieter verlinkt. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen – wer dort spielt, hat weder das Limit noch die Sperre, die in Deutschland Standard sind.
Wettarten beim Afrika-Cup: Sieger, Gruppen, Torschützen, Ergebnis
Beim Afrika-Cup treten seit 2019 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen an. Die zwei Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten ziehen ins Achtelfinale ein, danach wird im K.-o.-System gespielt. Diese Struktur spiegelt sich im Wettprogramm: Buchmacher kombinieren Turniermärkte mit klassischen Spielmärkten, und die meisten Anbieter staffeln ihre Märkte in Langzeitwetten, Gruppenwetten und Einzelpartien-Wetten.
Langzeitwetten auf das Turnier
Die populärste Langzeitwette ist die Siegerwette: Wer wird Afrika-Cup-Meister? Deren Quote steht ab der Auslosung, sinkt mit jeder überzeugenden Gruppenphase und kann sich nach einer Niederlage drastisch nach oben oder unten bewegen. Ähnliches gilt für „erreicht das Halbfinale“ oder „erreicht das Finale“ – Wettarten, die bei Außenseitern höhere Quoten tragen als die Siegerwette derselben Mannschaft. Eine Wette auf den Torschützenkönig setzt voraus, dass einzelne Spieler überhaupt ins Turnier starten; Verletzungen und Sperren sind hier die größte Variable.
Gruppenwetten
Bei „Gruppe A: Sieger“, „Gruppe A: Weiter kommen“ oder „Gruppe A: Niederlage des Außenseiters“ positioniert sich der Wettende zur Spielstärke einer Auswahl. Die Quoten reagieren auf die Kadermeldungen, weniger auf die Tagesform; sie sind in der Regel über mehrere Wochen stabil.
Einzelwetten auf das Spiel
Pro Spiel sind Ergebnis (1X2), Über/Unter, Handicap und „nächstes Tor“ Standard. Wichtig für Afrika-Cup-Spiele: Verlängerung und Elfmeterschießen. Auf das reguläre 1X2 nach 90 Minuten wirken sie sich nicht aus; bei Wetten „auf das Spiel“ – „siegt in der K.-o.-Runde“ – zählt das Ergebnis nach 120 Minuten, ist immer noch unentschieden, entscheidet das Elfmeterschießen die Wette. Anbieter formulieren das in ihren AGB unterschiedlich, in der Regel klar getrennt nach „90 Minuten“ und „inklusive Verlängerung/Elfmeterschießen“. Wer das übersieht, wettet im Zweifel auf das 1X2 zur Pause und nicht aufs Weiterkommen.
Quoten und Marge: Was die Zahl bedeutet
Eine Quote von 2,10 auf Heimsieg, 3,40 auf Unentschieden und 3,60 auf Auswärtssieg liest sich wie ein einfaches Versprechen. Hinter ihr steckt die Marge des Buchmachers. Die rechnerische Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 0,934 – also 93,4 %. Die fehlenden 6,6 Prozentpunkte sind der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Euro im Durchschnitt einbehält, unabhängig vom Ausgang. Bei einem sehr ausgeglichenen Spiel mit Quoten um 1,90 / 3,30 / 4,20 liegt die Auszahlungsquote typischerweise um die 90 %, der Buchmacher behält also rund 10 %.
Zum Vergleich: Ein Turniersieger-Markt mit 24 Mannschaften ohne klare Favoriten hat eine deutlich höhere Marge, oft 15 % und mehr – der Buchmacher streut das Risiko über sehr viele Ausgänge. Wer Quoten vergleicht, vergleicht am besten Märkte mit identischer Auswahl. Eine 2,10 auf Heimsieg in Spiel A ist nicht „besser“ als 2,15 auf den Favoriten in Spiel B, wenn Spiel B eine niedrigere Marge trägt.
Beispielrechnung Marge
Drei Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergeben rechnerisch eine Auszahlungsquote von rund 93 % – der Anbieter behält etwa 7 % des Umsatzes. Bei ausgeglichenen Spielen auf Spitzenniveau liegt die Auszahlungsquote meist zwischen 90 und 95 %, bei Turniermärkten mit vielen Ausgängen teils deutlich darunter. Welche Quote zu welchem Spiel wirtschaftlich „gut“ ist, hängt also nicht allein an der Zahl, sondern an der Marge des jeweiligen Marktes.
Das Turnier: Vom Kader bis zum Elfmeterschießen
Der Afrika-Cup wird seit 1957 von der Confédération Africaine de Football (CAF) ausgetragen, Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Samuel Eto’o mit 18 Toren Rekordtorschütze. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden – die nächsten beiden Ausgaben 2025 und 2027 behalten also noch den Zwei-Jahres-Rhythmus.
Der Afrika-Cup 2025: Was passiert ist
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt, ursprünglich für den Sommer 2025 geplant und wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft verschoben. 24 Nationen spielten in sechs Vierergruppen, die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten zogen in die K.-o.-Runde ein. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern. Etwa zwei Monate nach dem Finale wertete die CAF die Partie mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff den Platz vorübergehend verlassen hatte; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für Wettende bedeutet das eine Lektion: Auch nach dem Schlusspfiff kann sich das Ergebnis formal ändern – und damit die Auszahlung, wenn sie noch nicht erfolgt ist.
Der Afrika-Cup 2027: Was geplant ist
Der Afrika-Cup 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt. 54 Mannschaften hatten sich zur Qualifikation gemeldet. Über die Auslosung der Gruppen, die Kadernominierungen und das Wettprogramm der Anbieter lässt sich vor dem offiziellen Meldeschluss nur spekulieren; belastbare Quoten für die Sieger- oder Torschützenwette stellen Buchmacher erst, wenn die Gruppeneinteilung feststeht und die Kader benannt sind. Wer auf 2027 vorausblickt, sollte daher die Turnier-News ab dem Frühjahr 2027 verfolgen, nicht die Wettquoten des zurückliegenden Wettbewerbs auf die nächste Ausgabe umrechnen.
Verlängerung und Elfmeterschießen als Wettfrage
Bei K.-o.-Spielen entscheidet erst die Verlängerung, dann das Elfmeterschießen. Die meisten Anbieter trennen das sauber: 1X2 nach 90 Minuten ist eine eigene Wette, „siegt im Spiel“ bezieht sich auf das Ergebnis nach 120 Minuten inklusive Elfmeterschießen. Wer im Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale oder Finale auf „Senegal weiter“ tippt, wettet auf das Weiterkommen, nicht auf die reguläre Spielzeit – eine Verwechslung kann den Schein wertlos machen. Die AGBs jedes Anbieters regeln, ob eine Wette auf das Halbfinale oder Finale den Ausgang nach 90 Minuten oder den Ausgang nach Verlängerung und Elfmeterschießen meint. Wer unsicher ist, prüft das vor dem Tipp im Wettschein oder im Hilfebereich des Anbieters.
Anbieter im Vergleich: Zehn in Deutschland erlaubte Wettanbieter
Die folgenden zehn Anbieter führen auf der Whitelist der GGL eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Alle Angaben zu Erlaubnis und Sitz stammen aus dem Whitelist-Snapshot vom 2. Oktober 2026; die Reihenfolge ist eine Auflistung, keine Wertung. Welcher Anbieter für welchen Wettenden passt, hängt vom Wettprogramm, den Bonusbedingungen, der Live-Plattform und der Handhabung der Wettsteuer ab.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| VBet | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta | 22.08.2023 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta | 02.11.2020 |
VBet: späte Whitelist, solides Programm
VBet ist mit Stichtag 5. Dezember 2023 einer der jüngeren Einträge auf der Whitelist – und damit auch der Anbieter, der seine Plattform für den deutschen Markt am spätesten angepasst hat. Inhaber der Erlaubnis ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Das Fußball-Programm deckt den Afrika-Cup in der Regel vollständig ab, sobald Spielplan und Quoten verfügbar sind. Wer einen Anbieter mit überschaubarer Historie auf dem deutschen Markt sucht und ein vollständiges Fußballangebot erwartet, findet hier den üblichen Standard – die fehlende Bestandsgeschichte auf dem Whitelist-Format ist ein Punkt, den Wettende vor der Kontoeröffnung im Hinterkopf behalten sollten.
Betway: Cash Out und Konfigurator+ als Markenkern
Betway führt die Whitelist seit März 2021, der Cash-Out ist seit Jahren das erkennbare Merkmal: Ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“ zeigt den aktuellen Auszahlungswert, ausgezahlt werden kann der volle Betrag oder ein Teil davon. Fußball-Konfiguratoren kombinieren Auswahlen aus mehreren Partien, was sich für Langzeitwetten auf den Afrika-Cup ebenso nutzen lässt wie für einzelne Spiele. Die Plattform ist im deutschsprachen Markt etabliert, der Funktionsumfang entspricht dem, was Wettende mit Vorerfahrung erwarten.
ODDSET: deutsche Wurzeln, staatliche Geschichte
ODDSET ist die Marke des deutschen Lotto- und Totoblocks, der Erlaubnisbescheid stammt vom 15. Dezember 2022 vom Regierungspräsidium Darmstadt. Die Plattform richtet sich eher an Gelegenheitswettende als an Hochfrequenz-Spieler, das Fußball-Programm ist solide, Live-Wetten und Cash-Out sind vorhanden, aber weniger umfangreich als bei Betway oder bet365. Für Wettende, die einen Anbieter mit deutscher Konzernstruktur und schlichter Oberfläche suchen, ist ODDSET die naheliegende Wahl.
bet365: das Schwergewicht im Fußball
bet365 ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist, Inhaber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Fußball ist die Paradedisziplin: Tiefe Märkte, Live-Wetten mit überdurchschnittlich vielen Auswahlen, vorzeitige Auszahlung. Wer auf den Afrika-Cup mit Handicap, Eckbällen oder Spielerwetten setzen will, findet hier in der Regel die größte Auswahl. Die Marge bewegt sich auf Bundesliga-Niveau, was für ein afrikanisches Turnier nicht garantiert ist – der Vergleich der Auszahlungsquoten vor dem Tipp lohnt sich.
AdmiralBet: österreichisch-maltaische Verwurzelung
AdmiralBet führt die Whitelist seit Oktober 2020, Inhaber ist die Greentube Betting Malta Limited. Die Plattform positioniert sich zwischen österreichischer Wettkultur und deutschem Regulierungsrahmen. Das Fußball-Programm ist vollständig, Bonusstrukturen und Live-Funktionen unterscheiden sich von Betway und bet365 weniger in der Funktion als in der Aufmachung. Wettende, die einen Anbieter mit österreichischer Mutter suchen, werden hier fündig.
Tiptorro: kompakte Oberfläche, vollständige Erlaubnis
Tiptorro wird von der Torro Tec Limited (Malta) betrieben und ist seit Juni 2021 auf der Whitelist. Die App ist schlank, das Wettprogramm konzentriert sich auf die Hauptmärkte. Für Afrika-Cup-Spiele reicht das in der Regel, weil die großen Buchmacher den Wettbewerb mit denselben Märkten abdecken. Wer eine App sucht, die ohne großes Beiwerk auskommt, ist hier richtig – auffällige Sonderfunktionen oder Live-Extras sucht man vergebens.
Sportingbet: Konfigurator+ und breites Sportangebot
Sportingbet gehört zur Sportingbet (Deutschland) Limited und ist seit Oktober 2020 erlaubt. Der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien, das Sportangebot reicht von Fußball über Tennis und Basketball bis Handball, Darts und Snooker. Für Afrika-Cup-Wetten ist das Fußball-Programm entscheidend, hier unterscheidet sich Sportingbet kaum von den Schwergewichten. Der Vorteil liegt in der Live-Plattform und im Konfigurator, nicht in der Quotenstruktur.
888sport: börsennotierter Anbieter mit langer Historie
888sport gehört zur 888 Germany Limited und ist seit Juni 2021 auf der Whitelist. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert, was für Wettende weniger entscheidend ist als die Frage nach dem Quotenniveau. Fußball wird abgedeckt, Live-Wetten sind Standard, ein eigenständiger Konfigurator fehlt im Vergleich zu Betway. Wer einen Anbieter mit börsennotierter Mutter und solider Plattform sucht, ist hier gut aufgehoben.
DAZN Bet: Sportwetten aus dem Streaming-Umfeld
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta betrieben und ist seit August 2023 auf der Whitelist. DAZN als Sportrechtehändler bringt ein bestehendes Kundenvertrauen aus dem Streaming mit, die Wettplattform ist verhältnismäßig jung. Afrika-Cup-Spiele sind im Programm, die Tiefe der Märkte hängt von der Ausrichtung des Anbieters ab. Wettende, die DAZN aus dem Sport-Stream kennen, finden hier den kürzesten Weg zur Wette.
Interwetten: etablierter Name, vollständige Erlaubnis
Interwetten gehört zur Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta und ist seit November 2020 auf der Whitelist. Der Name steht seit Jahrzehnten für europäische Sportwetten, die deutsche Erlaubnis kam 2020, die Folgeerlaubnis Ende 2022. Das Fußball-Programm deckt den Afrika-Cup vollständig ab, die Quotenstruktur bewegt sich auf dem Niveau, das man von einem etablierten Anbieter erwartet.
Rechtslage in Deutschland: Whitelist, Wettsteuer und was die Erlaubnis bedeutet
Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Die GGL führt die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 – sie ist das einzige amtliche Verzeichnis erlaubter Anbieter. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1); die Whitelist weist nur das Datum der Erteilung aus, kein Enddatum. Wer prüfen will, ob ein Anbieter erlaubt ist, sieht dort nach: Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine fehlende Eintragung bedeutet: keine deutsche Erlaubnis.

Was erlaubt ist und was nicht
§ 21 Abs. 1 GlüStV lässt Fixwetten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder einen Abschnitt davon sowie auf Vorkommnisse im Spiel zu, einzeln oder in Kombination. Welche Wetttypen erlaubt sind, bestimmt die GGL im Rahmen des Sportwettprogramms nach § 21 Abs. 5. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, wenn diese Ereignisse im Sport selten sind: „nächstes Tor“ im Fußball ja, „nächster Punkt“ im Tennis nein. Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind ausgeschlossen – in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Manipulationanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls verboten. Esports fällt nicht unter die deutsche Sportwetten-Erlaubnis: Die GGL stellt klar, dass Esports nicht als Sport anerkannt ist und keine lizenzierten Esports-Wetten in Deutschland existieren.
Steuerliche Aspekte: Wettsteuer und ihre Berechnung
Die Wettsteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende (§ 19). Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung: in der reduzierten Quote, im Abzug bei der Auszahlung oder als Mischmodell. Welcher Mechanismus bei welchem Anbieter gilt, steht in dessen AGB – ein Punkt, den Wettende vor der Anmeldung prüfen sollten.
Spieler- und Zahlungsschutz: OASIS, LUGAS, Panikknopf
Wer bei einem erlaubten Anbieter spielt, ist an OASIS (Spielersperrsystem) und LUGAS (Limit- und Aktivitätsdatei) angeschlossen. Die Anmeldung prüft OASIS, die Einzahlung läuft über die LUGAS-Limitdatei. Das Standard-Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, Erhöhungen sind nur mit wirtschaftlichem Nachweis möglich und greifen nach sieben Tagen. Parallel-Spiel über mehrere Konten ist nach § 6h verboten, die Aktivitätsdatei erkennt es. Zahlungen müssen von einem Konto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut kommen; anonyme Zahlungsmittel – Krypto, anonymes Prepaid – sind damit ausgeschlossen. Die Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Warum die Whitelist entscheidend ist
Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubt. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung, die GGL warnt ausdrücklich vor illegalen Angeboten. Zivilgerichte haben in mehreren Verfahren Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht, der Generalanwalt hielt das in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich. Das ist kein Versprechen auf Rückzahlung im Einzelfall, sondern ein Hinweis auf die Richtung der Rechtsentwicklung. Wer auf Nummer sicher gehen will, spielt bei Anbietern auf der Whitelist.
Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten in Deutschland
Findet 2026 ein Afrika-Cup statt, oder bezieht sich das Jahr im Suchbegriff auf 2025 und 2027?
Ein Afrika-Cup 2026 existiert nicht. Die letzte Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste findet im Sommer 2027 in Kenia, Tansania und Uganda statt. Das Jahr 2026 im Suchbegriff steht für das Veröffentlichungsjahr dieses Leitfadens, nicht für eine Turnierausgabe.
Wann und wo soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden?
Das Turnier ist für den Zeitraum vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda terminiert, 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet. Die endgültige Auslosung der Gruppen und die Kader stehen erst zu einem späteren Zeitpunkt fest, belastbare Wettquoten veröffentlichen Buchmacher erst ab dann.
Welche Wettarten gibt es bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System?
Buchmacher bieten Langzeitwetten (Turniersieger, Halbfinaleinzug, Torschützenkönig), Gruppenwetten (Gruppensieger, Weiterkommen, Gruppendritter), Einzelwetten auf jedes Spiel (1X2, Über/Unter, Handicap, „nächstes Tor“) und K.-o.-spezifische Wetten („siegt in der Verlängerung“, „steht im Elfmeterschießen“). Welche Märkte ein Anbieter tatsächlich anbietet, hängt von dessen Wettprogramm ab.
Zählt bei Wetten auf K.-o.-Spiele die Verlängerung, und wie behandeln Anbieter ein Elfmeterschießen?
Die meisten Anbieter trennen sauber: 1X2 nach 90 Minuten ist eine eigene Wette, „siegt im Spiel“ oder „kommt weiter“ umfasst das Ergebnis nach 120 Minuten inklusive Elfmeterschießen. Wer im Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale oder Finale auf eine Mannschaft tippt, meint in der Regel das Weiterkommen, nicht das Ergebnis zur Pause. Die AGBs regeln die Details; bei Unklarheit lohnt der Blick in den Wettschein oder den Hilfebereich des Anbieters.
Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter für Afrika-Cup-Wetten eine deutsche Erlaubnis besitzt?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist das einzige amtliche Verzeichnis erlaubter Anbieter. Sie weist für jeden Eintrag den Inhaber der Erlaubnis und das Datum der Erteilung aus, aber kein Enddatum. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, ein fehlender Eintrag bedeutet: keine deutsche Lizenz und damit kein Zugang zu OASIS, LUGAS oder dem 1.000-€-Standardlimit.
Wie viel bleibt vom Gewinn nach der Wettsteuer übrig?
Die Wettsteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ – also etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags, nicht 5,3 % vom Einsatz. Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung: in der Quote, im Abzug bei der Auszahlung oder als Mischung. Wer seinen Nettogewinn kennen will, rechnet mit der Quote, die der Anbieter nach Steuern ausweist – die AGBs des Anbieters beschreiben den genauen Mechanismus.
Erstellt von der Redaktion von „Wettsteuerinfo”.
